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Oekumenischer Ratschlag

Samstag, 22. Juni 2019 in Dortmund

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen als Herausforderung an die Kirchen - für eine ökumenische Qualifizierung der SDGs

Einladung

An alle ökumenischen Basisgruppen,
an die Förderer des Oekumenischen Ratschlags,
und an die Kirchenleitungen

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen als Herausforderung an die Kirchen –
für eine ökumenische Qualifizierung der SDG’s

Herzliche Einladung auf Samstag, 22. Juni 2019
(während des Evangelischen Kirchentags)

Katholische Kirchengemeinde St. Gertrudis, Gemeindehaus, Rückertstr. 2,
(Eingang Uhlandstr.)
44147 Dortmund

GEPLANTER ABLAUF

Samstag, 22. Juni2019

8:30 -10:20: Vorprogramm: „Zuerst fühlen, dann diskutieren“
mit Isabel Erens, Christof Grosse und Peter Schönhöffer

10:30: Begrüßung durch Werner Gebert
10:50: Kleingruppen mit anschließender persönlicher Kurzvorstellung mit Matthias Stöckermann
11:30: Die Agenda 2030 als Herausforderung für die Kirchen,
Vortrag von Prof. Dr. Dietrich Werner, Berlin, theologischer Grundsatzreferent bei „Brot für die Welt“,
mit Rückfragemöglichkeit
Ko-Referat zu Antworten des globalen Südens, und Gäste
Rückfragen und Diskussion

13:15: Mittagessen

14:00: Kurze Besinnung
Leitfragen, Materialien und Infos für die Arbeitsgruppen
14:30 -15:45: Arbeitsgruppen:

  • Die Vision einer solidarischen Gesellschaft – eine Befreiung vom Wachstumszwang mit Norbert Bernholt
  • Eine prophetisch orientierte Sozial- und Entwicklungspolitik mit Werner Gebert
  • Mit den SDGs die Kommunen verändern, u.a. öko-faire Beschaffung mit Dr. Klaus Wazlawik
  • Ansätze für interreligiöse Kooperation vor Ort mit NourEnergy – einem Verein, in dem sich junge MuslimInnen für Klimagerechtigkeit engagieren und Peter Schönhöffer
  • Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens mit Dr. Wolfgang Thon

16:00: Abschluss,
Zukunft des OeNiD; Vorbereitung notwendige Stellen; Ergebnispapier
moderiert von Norbert Bernholt

ZIEL DES TREFFENS

Unsere Lebensweise und unser Wirtschaftssystem verursachen einmalige Herausforderungen.
Basisinitiativen, die im Oekumenischen Netz in Deutschland (OeNiD) zusammenarbeiten, haben auf der Oekumenischen Versammlung 2014 in Mainz eine Botschaft erarbeitet, die systemkritische Aussagen enthält, z.B: „Unser derzeitiges Wohlstandsmodell und unsere Wirtschaftsordnung sind ethisch und ökologisch nicht akzeptabel.“ Positiv gewendet: „Wir brauchen Strukturen, die faires Handeln ermöglichen und die sich an ökologischen, sozialen und friedensfördernden Bedingungen messen lassen.“ In bisher sieben gut dokumentierten Oekumenischen Ratschlägen (www. oekumenischer-ratschlag.de) wurden Aspekte und Bereiche der Mainzer Botschaft konkretisiert.

Seit 2016 rückten die UNO-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in den Fokus. Die Planungsgruppe ist davon überzeugt, dass die Agenda 2030 einen wesentlichen Beitrag zur notwendigen Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft leisten kann. Kirchen und Religionsgemeinschaften sind wegen großer Übereinstimmungen mit den UNO-Zielen besonders herausgefordert, die Umsetzung der SDGs aktiv voranzutreiben.

Die Ratschläge setzen sich aber auch mit den Defiziten der SDGs auseinander, wie etwa den fehlenden spirituellen Grundlagen und dem Glauben, dass die planetarische Krise mittels ökonomischem Wachstum gelöst werden könnten. Inzwischen ist die Erkenntnis gewachsen, dass die in der Ökumene entwickelten Maßstäbe für eine gerechte, friedliche und nachhaltige Gesellschaftsordnung an die SDGs angelegt werden sollten. Diese Maßstäbe fordern ein leidenschaftliches Eintreten für soziale Gerechtigkeit, eine grundsätzlich Infragestellung unseres Wohlstandsmodells, eine Umkehr zur Genügsamkeit, eine Verständigung darüber, was gutes Leben ausmacht, und die Befreiung des Menschen aus ökonomischen Zwängen: Ein Gegenmodell zum Versklavtsein an das Immer-mehr-haben-Müssen. Wichtiger sind Mitgefühl, Freundschaft und ein Leben im Einklang mit der Natur.

Der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zeitigte erstaunliche politische Ergebnisse 1989 in der DDR. Wenn Kirchenleitungen und innovative Basisgruppen kooperieren, erhöht sich ihre Wirkung.
Beim kommenden Ratschlag geht es im Rahmen der Agenda 2030 auch um die Frage, welche Interessen und Möglichkeiten von ökumenisch orientierten Gruppen es gibt, etwa im Blick auf den Oekumenischen Kirchentag im Juni 2021 in Frankfurt, die Vollversammlung des Weltkirchenrates im September 2021 in Karlsruhe oder des angedachten europäischen ökumenischen Kirchentags 2023.

„Theologie und Kirche sind angesichts der Bedrohungen im Anthropozän herausgefordert, neue entschiedenere Wege zur Mitgestaltung eines systemischen Umbaus unsere Wirtschafts- und Lebensweisen hin zu einer Kultur der Nachhaltigkeit zu suchen und zu erproben... Solche Wege neuer Praxis zeichnen sich erst in Umrissen ab, alte Antworten helfen nicht weiter... Vor diesem Hintergrund ist jetzt der Kairos für praxisbezogene ökumenische Such- und Konsultations-prozesse...“
(Aus Impulspapier des ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben- den Wandel gestalten“ mit dem Titel: Auf dem Weg zu einer Kultur der Nachhaltigkeit. Plädoyer für ökumenische Such- und Konsultationsprozesse“)

„Der Kirche kommt in diesem Kairos der Transformation eine eigene und besondere Chance zu: Wie wenige andere gesellschaftliche Akteure vermag sie „Mahnerin, Mittlerin und zugleich Motor“ zu sein. Das Gerechtigkeitsprojekt einer nachhaltigen Entwicklung ist tief verankert in der christlichen Botschaft und schon lange mit dem ökumenischen und konziliaren Prozess verbunden.“
(Aus: EKD Texte 130. Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben.., S.71))

ORGANISATORISCHES

Wir erbitten wegen Verpflegung eine Anmeldung an: Oekumenisches Netz in Deutschland, Geschäftsstelle der Kommunalen Oekumene Treptow-Köpenick, Dr. Klaus Wazlawik, Rudower Straße 23, 12557 Berlin, Telefon: 030 – 467 345 94, E-Mail:
Für Verpflegung wird vor Ort um einen Beitrag von 10 € gebeten.
Spenden sind willkommen: Stiftung Oekumene/Oekumenischer Ratschlag: IBAN DE94 5005 0201 0000 1000 08
Spendenbescheinigungen werden von der Stiftung Oekumene ab einem Betrag von 50 Euro erstellt.

VORBEREITUNGSGRUPPE

Norbert Bernholt, Werner Gebert, Christof Grosse, Matthias Stöckermann, Ulrich Schmitthenner, Peter Schönhöffer, Dr. Wolfgang Thon, Dr. Klaus Wazlawik (www.oekumenischer-ratschlag.de)

FÖRDERER:

Stiftung Oekumene, Freundeskreis des Plädoyers für eine ökumenische Zukunft

ANMELDUNG:

Bitte folgende Angaben per E-Mail senden an: :

Für den Oekumenischen Ratschlag in Dortmund am 22. Juni 2019 melde ich mich hiermit an

Name

Vorname

Straße

PLZ, Ort

E-Mail

Datum

Ich nehme teil (Angaben, wenn zutreffend)

ab 8:30h
ab 10:30h
Ich esse Fleisch

KONTAKT

Oekumenisches Netz in Deutschland, c/o Geschäftsstelle der Kommunalen Oekumene
Berlin/Treptow - Köpenick, Dr. Klaus Wazlawik, Rudower Straße 23, 12557 Berlin, 030 467 345 94,

TRÄGERSCHAFT

Der Oekumenische Ratschlag in Dortmund findet in Trägerschaft der Stiftung Oekumene statt.
Stiftung Oekumene, Lindenspürstr. 30, 70176 Stuttgart, www.oekumenischer-ratschlag.de, www.oev2014.de, www.ecunet.de

VERANSTALTUNGSORT

Katholische Kirchengemeinde St. Gertrudis, Gemeindehaus, Rückertstr. 2 (Eingang Uhlandstr.), 44147 Dortmund

Vorschläge für Anreise mit ÖPNV vom Hauptbahnhof aus: Mit der U-Bahn U41 3 Stationen bis Lortzingstr.; dann auf der Münsterstr. zu Fuß ca. 600m weiter Richtung Norden, in die Rückertstr. nach links abbiegen, oder Bus Nr. 412 von Hbf (Nordseite) in Richtung Schulte Rödding


Bisherige Oekumenische Ratschläge seit 2014:

Oekumenische Versammlung 2014 vom 30. April bis 4. Mai in Mainz: „Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung. Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung“.

Oekumenischer Ratschlag Sommer 2015 am 6.und 7. Juni in Stuttgart: „Die Schuldenkrise – eine Krise des Kapitalismus“

Oekumenischer Ratschlag Frühjahr 2016 am 30. April in Frankfurt: „Spiritualität als wichtiger Baustein der großen Transformation“

Oekumenischer Ratschlag Herbst 2016 am 9. Oktober in Nürnberg: „Konziliarer Prozess für Gerechtigkeit. Frieden und Bewahrung der Schöpfung und die UNO-Ziele zu Nachhaltiger Entwicklung“

Oekumenischer Ratschlag Frühjahr 2017 am 27. Mai in Berlin: „Sind wir noch zu retten? Die planetarische Krise und die UN-Nachhaltigkeitsziele“

Oekumenischer Ratschlag Herbst 2017 am 8. Oktober in Mannheim: „Eine neue Reformation ist notwendig“

Oekumenischer Ratschlag Frühjahr 2018 am 14. April in Frankfurt: „Für eine Wirtschaft, die dem Leben dient – Ausbrechen aus den strukturellen Gewalttätigkeiten der Ökonomie“ .

Oekumenischer Ratschlag Herbst 2018 am Freitag 09. / Samstag 10. November 2018 in Minden: "35 Jahre Konziliarer Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" - "Grüne Reformation und Ökologische Theologie"


Die Ergebnisse der zurückliegenden Oekumenischen Ratschläge seit der Oekumenischen Versammlung 2014 in Mainz sind hier nachlesbar: