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Oekumenischer Ratschlag

Fr. 09. / Sa. 10. November 2018 Minden

35 Jahre Konziliarer Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

"Grüne Reformation und Ökologische Theologie"

Presseerklärung

An alle ökumenischen Basisgruppen,
an die Förderer des Oekumenischen Ratschlags,
und an die Kirchenleitungen

Der Oekumenische Ratschlag, der von der Stiftung Oekumene und der regionalen Projektgruppe Gemeinwohlökonomie in Minden veranstaltet wurde, hat sich intensiv mit dem Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung befasst. Präses i.R. Manfred Kock hat die 35-jährige Geschichte und ihre vielfältigen weltweiten Wirkungen beschrieben. Bischöfin i. R. Bärbel Wartenberg-Potter, Heiko Lietz und Klaus Wazlawik haben als Zeitzeugen markante Meilensteine in diesem Prozess in Erinnerung gerufen.

Der Ratschlag hatte erneut die UN-Agenda 2030 mit ihren Nachhaltigkeitszielen (SDGs) auf dem Programm. Damit greift die UNO vieles von dem auf, was im Konziliaren Prozess erarbeitet wurde. Auf Initiative der Koordinatorin der Mindener Nachhaltigkeitswochen behandelten verschiedene Workshops SDG-Themen. Dabei ging es vor allem um Impulse aus Minden speziell zu SDG 6 (Wasser) und 11 (Städte, Siedlungen).

Als Konsequenz aus der planetarischen Krise befasste sich ein weiterer Schwerpunkt der Tagung mit der Forderung nach einer „Grünen Reformation“ und einer sie begründenden „Ökologischen Theologie“. Bärbel Wartenberg-Potter hat sich erneut deutlich für ein mitfühlendes, integratives Naturverständnis und gegen den Anthropozentrismus - der Mensch als Herrscher über alles - ausgesprochen.

Im Schlussplenum wurden Selbstverpflichtungen vorgestellt. Einige junge Menschen wollen eine andere Großgruppenpädagogik entwickeln. Eine Gruppe will um hauptamtliche Stellen zur Weiterentwicklung der SDGs aus der Sicht des Konziliaren Prozesses kämpfen. Eine andere Gruppe möchte eine neue Ökumenische Versammlung zur imperialen Lebensweise und Heiligkeit der Schöpfung auf den Weg bringen.

Der nächste Oekumenische Ratschlag wird im Rahmen des Kirchentags in Dortmund (19.-23.06. 2019) stattfinden.

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Bisherige Oekumenische Ratschlaege seit 2014:

Oekumenische Versammlung 2014 vom 30. April bis 4. Mai in Mainz: „Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung. Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung“.

Oekumenischer Ratschlag Sommer 2015 am 6.und 7. Juni in Stuttgart: „Die Schuldenkrise – eine Krise des Kapitalismus“

Oekumenischer Ratschlag Frühjahr 2016 am 30. April in Frankfurt: „Spiritualität als wichtiger Baustein der großen Transformation“

Oekumenischer Ratschlag Herbst 2016 am 9. Oktober in Nürnberg: „Konziliarer Prozess für Gerechtigkeit. Frieden und Bewahrung der Schöpfung und die UNO-Ziele zu Nachhaltiger Entwicklung“

Oekumenischer Ratschlag Frühjahr 2017 am 27. Mai in Berlin: „Sind wir noch zu retten? Die planetarische Krise und die UN-Nachhaltigkeitsziele“

Oekumenischer Ratschlag Herbst 2017 am 8. Oktober in Mannheim: „Eine neue Reformation ist notwendig“

Oekumenischer Ratschlag Frühjahr 2018 am 14. April in Frankfurt: „Für eine Wirtschaft, die dem Leben dient – Ausbrechen aus den strukturellen Gewalttätigkeiten der Ökonomie“ .


Die Ergebnisse der zurückliegenden Oekumenischen Ratschläge seit der Oekumenischen Versammlung 2014 in Mainz sind hier nachlesbar: